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„Spielerisch sind wird mit dem Tabellenführer auf Augenhöhe“

Quelle: SWP Rundschau Gaildorf 

Autor: Klaus Rieder 

Nach der starken Saison 2017/18 mit der Vizemeisterschaft in der Bezirksliga strebten die Volleyball-Damen des SV Frickenhofen auch für die neue ­Runde eine ähnliche Platzierung an. Doch schon in den ersten Spielen lief es nicht. Der 1:3-Niederlage beim „alten Bekannten“ SV Esslingen folgten in den nächsten vier Spielen drei weitere Niederlagen gegen die eher unbekannten Gegner MTV Ludwigsburg (0:3), SV Kornwestheim (1:3) und SV Fellbach 2 (2:3). SVF-Trainer Frank Prechelt bezieht vor dem Rückrundenstart Stellung.

Woran lag es, dass der SV Frickenhofen so schwer in die Saison fand?

Frank Prechelt: Da ist der Abgang einiger Spielerinnen. Die Saisonvorbereitung war nicht optimal, da der Trainer erst zu Saisonbeginn zum Team stieß. Am schlimmsten jedoch war der Ausfall von Sarah Rosner, eine der Leistungsträgerinnen. Sie erlitt einen Bänderriss zu Beginn der Saison. Dazu gab es weitere Verletzte.

Auffallend ist, dass Frickenhofen die ganz engen Sätze immer wieder mit 23:25 abgeben musste. Außerdem ragt das 16:18 im fünften Satz in Botnang ganz besonders heraus. Fehlt es an der Konstanz im Spiel?

Dieser Punkt wurde schon in vielen internen Meetings besprochen. Eine Lösung dafür haben wir bislang aber leider nicht finden können. Oft fehlt es in diesen Momenten an der Konzentration. Natürlich spielt auch eine nicht ganz optimale Trainingsbeteiligung eine Rolle. Des Weiteren fehlt uns die Möglichkeit, in den entscheidenden Phasen Spielerwechsel vorzunehmen.

Denken Sie, dass die Bezirksliga stärker geworden ist oder ist es nur die Spitze, die breiter wurde?

Die Liga ist in dieser Saison ganz neu zusammengestellt worden und in der Tat somit noch stärker. Zum anderen haben sich die Gegner verbessert und auf wichtigen Positionen verstärkt.

Gab es in der doch nur relativ kurzen Pause über den Jahreswechsel personelle Veränderungen in Ihrer Mannschaft?

Wir haben einen Neuzugang. Rieke Prechelt ist zu uns gestoßen. Sie spielt auf der Position Libero oder Außenangreiferin.

Mit nur drei Siegen aus acht Spielen steht der SV Frickenhofen auf dem sechsten Tabellenplatz. Der Vorsprung auf den siebten Rang, den Abstiegsrelegationsplatz, beträgt nur drei Zähler. Betrachten Sie diese Tabellensituation mit Sorge?

Es ist eng, keine Frage. Aber schön, dass es eng nach oben sowie nach unten ist – alles kann passieren. Es hängt letztlich von der Konstanz im eigenen Spiel ab, die engen Sätze zu holen. Wir versuchen die Liga zu halten. Wir haben aber auch einen Plan B, mit einer absoluten Verjüngung des Teams in der Tasche.

Der Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz beträgt sechs Punkte. Ist dieser Platz für Sie noch ein erreichbares Ziel?

In der jetzigen Situation ist dies kein Thema, auch wenn die übergeordnete Landesliga vom spielerischen Niveau her wahrscheinlich einfacher wäre. Das konnten wir bei den Pokalspielen sehen. Wir schauen aber nur auf unser Team und versuchen jede Spielerin im Training individuell etwas besser zu machen. Außerdem sollten wir versuchen, eine zweite Zuspielerin zu platzieren. Können wir die Liga durch Siege gegen die abstiegsbedrohten Teams sichern, werden wir auch Nachwuchsspielerinnen die Chance geben, reinzuschnuppern und sich zu etablieren.

Zum Rückrundenauftakt geht es am kommenden Sonntag in die Alleenhalle West nach Ludwigsburg. Dort wartet der Tabellenführer MTV 3. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in dieses Spiel?

In der Vorrunde haben wir gegen diesen Gegner unsere beste Saisonleistung abgeliefert. Leider ist der MTV an diesem Tag über sich hinausgewachsen. Gegen Ende der Vorrunde hatten aber auch die Ludwigsburger einige Probleme und mussten Niederlagen einstecken. Wir hoffen ganz einfach, dass wir am Sonntag ein gutes und enges Spiel abliefern können. Was dann herauskommt, werden wir sehen. Die Punkte für den Klassenerhalt müssen wir gegen andere Teams holen. Ich bin mir aber sicher, dass wir auch mit dem Tabellenführer spielerisch auf Augenhöhe sind.